Welche Reiseimpfungen gibt es und wie hoch sind die Kosten?
  • Welche Reiseimpfungen brauche ich für meine Weltreise?
  • Warum soll ich mich überhaupt impfen lassen?
  • Und bekomme ich die Kosten überhaupt von meiner Krankenkasse erstattet?

All das sind Fragen, die dir beim Planen deiner Weltreise sicherlich schon mal durch den Kopf gegangen sind. Mit diesem Artikel wollen wir dir einen kleinen Überblick über das Thema Impfen und mögliche Schutzimpfungen geben und dir außerdem zeigen, wie Du das Thema Impfen für deine Weltreise angehen solltest.

Warum überhaupt impfen lassen?

Es ist medizinisch nachgewiesen, dass Schutzimpfungen eine der wirksamsten medizinischen Schutzmaßnahmen gegen Krankheiten und gleichzeitig vergleichsweise nebenwirkungsarm sind, auch wenn das in der Gesellschaft oft anders dargestellt wird.

Besonders für Dich als Weltreisender stellen Reiseimpfungen deshalb eine gute Möglichkeit dar, Dich vor dem höheren Infektionsrisiko, dem Du in anderen Ländern ausgesetzt bist, effektiv zu schützen. Besonders in Anbetracht der oft unzureichenden medizinischen Versorgung in vielen (meist armen) Ländern sind Impfungen sehr empfehlenswert.

Wie funktionieren Impfungen?

Der Grundgedanke von Schutzimpfungen basiert auf der medizinischen Erkenntnis, dass Infektionskrankheiten im menschlichen Körper einen natürlichen Schutz hinterlassen. Da die meisten Erreger nämlich Spuren im menschlichen Körper hinterlassen – sogenannte Antigene – kann der Körper beim nächsten Kontakt mit genau diesem Erreger Antikörper bilden, um sich effektiver vor einer Infektion zu schützen.

Je nach Erreger bzw. Antikörper ist das Gedächtnis des Körpers hierbei unterschiedlich lang, sodass eine einmalige Infektion mit Krankheiten, wie z.B. Windpocken zu einem lebenslangen Schutz führt, wohingegen das Erkranken an Typhus nur zu einer kurzen Immunität führt.

Genau dieses Prinzip wird bei Impfungen ausgenutzt, wobei zwischen Aktiv– und Passivimpfungen unterschieden wird.

Bei Aktivimpfungen werden dem Körper kleine (ungefährliche) Dosen des Erregers gespritzt, die ihre Spuren im Gedächtnis des Körpers hinterlassen, sodass er bei der nächsten Infektion mit genau diesem Erreger automatisch die passenden Antikörper bilden kann und wir als Folge davon nicht krank werden. Je nach Erreger werden hierbei entweder lebende, vermehrungsfähige (z.B. Geldfieber) oder bereits abgetötete, nicht vermehrungsfähige Erreger gespritzt. Bei den meisten Reiseimpfungen, die für Dich in Betracht kommen, handelt es sich um solche Aktivimpfungen.

Bei einer Passivimpfung hingegen werden die Antikörper direkt gespritzt. Zwar baut sich der Schutz so viel schneller auf, jedoch ist die Immunität auch viel kürzer. Das ist z.B. wichtig, wenn Du schon infiziert bist, aber nicht geimpft warst und deshalb nachträglich geimpft werden musst.

Quellen: Apotheken UmschauTropeninstitut.de

Wie sollte ich das Thema Reiseimpfungen angehen?

Diese Frage lässt sich leider nicht pauschal, sondern nur individuell beantworten, denn abhängig von deinen Reiseländern, deiner Reisedauer, deinem Reisestil und deiner Person bzw. deinem Körper sind unterschiedliche Reiseimpfungen für Dich wichtig.

Um einen auf Dich und deine Reise perfekt abgestimmten Impfplan zu entwickeln, empfehlen wir dir dringend Dich bei einem Tropenarzt bzw. Tropeninstitut beraten zu lassen. Der große Vorteil dabei ist, dass die Ärzte dort sehr viel Erfahrung haben und oft sogar selbst schon viel in ferne Länder gereist sind, sodass sie Dich perfekt beraten können. Außerdem haben sie alle gängigen Impfstoffe vorrätig und dürfen diese auch impfen (z.B. die Gelfieberimpfung darf nur von zugelassenen Ärzten ausgeführt werden).

Achte darauf, dass Du Dich früh genug mit dem Thema Impfen auseinandersetzt und dir einen Impfplan erstellen lässt, sodass Du alle nötigen Reiseimpfungen noch vor deiner Reise schaffst. Je nach Erreger (z.B. Tollwut) sind nämlich mehrere zeitlich versetzte Impfungen nötig.

Je nachdem welche Impfungen Du benötigst, sind normalerweise bis zu einem halben Jahr Vorlauf nötig (z.B. Hepatitis A & B). Für die meisten Impfungen existieren aber auch Schnellimpfungen, sodass in den meisten Fällen auch 4 – 5 Wochen Vorlauf ausreichen. Trotzdem empfehlen wir dir zumindest das Impfberatungsgespräch so früh wie möglich zu terminieren.

Da wir uns gegen die meisten Krankheiten bereits im Zuge unseres letzten Backpackingtrips im Jahr 2014 impfen lassen haben, waren bei uns fast nur Auffrischungsimpfungen nötig, sodass wir alles innerhalb von drei Wochen abgeschlossen hatten.

Für unser Impfberatungsgespräch sind wir ins Institut für Tropenmedizin der Uni Tübingen gegangen. Die Ärztin dort hat sich knapp zwei Stunden (!) Zeit für uns genommen und uns wirklich sehr gut beraten. Am Ende hatte jeder von uns einen Impfplan, den wir dann abgearbeitet haben.

Zwar kannst Du deinen Impfplan auch mit deinem Hausarzt weiter abarbeiten, wir haben hier aber weniger gute Erfahrungen gemacht, vor allem bedingt durch deutlich geringere Impferfahrung unserer Hausärzte, und haben deshalb letztendlich doch alle Impfungen beim Tropeninstitut in Tübingen gemacht. Ein weiterer Vorteil davon ist, dass man Fragen, die erst später aufkommen, kompetent beantwortet bekommt. Eventuelle Anpassungen des Impfplans sind natürlich auch möglich.

Insgesamt empfehlen wir dir deshalb durchaus alle Impfungen im Tropeninstitut machen zu lassen – sofern das nicht allzu weit von dir entfernt ist.

Erstattet mir meine Krankenkasse die Impfkosten?

Leider gibt es auch hierzu keine pauschale Antwort, da jede Krankenkasse unterschiedlich viel erstattet. Bei der Erstattung orientieren sich Krankenkasse dabei an der Empfehlung der ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch Institut (RKI) und den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes. Darüberhinaus spielt auch der Grund für deine Reise eine wichtige Rolle bei der Frage, ob die Impfkosten erstattet werden oder nicht. Dabei werden z.B. Kosten für Impfungen, die im Zuge eines Auslandssemester nötig sind, eher erstattet als Kosten für Impfungen, die für eine Weltreise nötig sind – irgendwie ja auch verständlich.

Laut Erfahrungen aus unserem Bekanntenkreis soll jedoch besonders die Technikerkrankenkasse auch bei Weltreisen erstattungsfreudig sein, was Impfkosten angeht. Kläre deshalb unbedingt im Vorhinein mit deiner Krankenkasse ab, ob Dir die Kosten erstattet werden, da die Gesamtimpfkosten je nach Reise schon sehr hoch sein können (unten haben wir für jede Reiseimpfung die Kosten für Durchführung und Impfstoff aufgelistet).

Bei uns wurde (im Zuge der Weltreise) letztendlich leider nichts erstattet – Begründung: Weltreise = privates Vergnügen. Aufgrund der großen Vorteile von Impfungen, der Länge unserer Reise und den Infektionsrisiken in unseren Reiseländern haben wir uns aber trotzdem für die Reiseimpfungen entschieden. Auch im Zweifelsfall würden wir trotzdem immer zur Impfung tendieren (siehe Gründe für Impfungen oben).

Egal ob deine Krankenkasse dir aber letztendlich die Kosten erstatten wird, musst Du die Kosten erstmal vorstrecken und die Rechnungen dann bei deiner Krankenkasse einreichen.

Welche Reiseimpfungen könnten für mich in Betracht kommen?

Im Folgenden wollen wir dir die wichtigsten Schutzimpfungen, die für deine Weltreise wichtig sein könnten, vorstellen. Dabei gehen wir auf folgende Aspekte ein:

  • Um welche Krankheit handelt es sich und was kann passieren, wenn ich mich nicht impfe?
  • Wie kannst du dich anstecken?
  • Wie läuft die Impfung ab?
  • Was kostet die Impfung?

Cholera

Was ist Cholera eigentlich?

  • Bakterielle Infektion, die hauptsächlich in Ländern mit schlechten hygienischen Bedingungen und Mangel an sauberem Trinkwasser vorkommt, besonders auf indischem Subkontinent, Afrika und Südamerika. Führt zu schweren Durchfällen und starkem Flüssigkeitsverlust.
  • Eine Cholerainfektion führt bereits nach wenigen Stunden bis 5 Tagen zu schwerem, wässrigen Durchfall und Erbrechen von wässrigem Mageninhalt. Aufgrund des großen Wasser- und Elektrolytverlusts kommt es zu Durstgefühl, Austrocknung der Haut- und Schleimhäute, Wadenkrämpfen und Kreislaufproblemen, welche zu Kreislaufversagen und deshalb zum Tod führen können. Ein schwerer Verlauf kommt jedoch nur bei 20% der Erkrankten vor. Unbehandelt ist dieser aber in 40% der Fälle tödlich. Mithilfe von Infusionen und Antibiotika kann Cholera gut behandelt werden.

Wie steckst Du Dich mit Cholera an?

  • Cholera wird nur von Mensch zu Mensch übertragen. Da der Erreger den Darm nicht verlässt, findet eine Infektion hauptsächlich durch Wasser und Lebensmittel statt, die direkt oder indirekt mit Fäkalien oder Erbrochenem von infizierten Personen verunreinigt wurden.

Wie läuft die Cholera-Impfung ab?

  • Schutz: 2 Jahre; Wirksamkeit 85%
  • Impfstoff: Totimpfstoff, der in der Regel sehr gut vertragen wird.
  • Anzahl Impfungen (Schluckimpfung):
    1. Impfung: –
    2. Impfung: 1 – 6 Wochen nach 1. Impfung
  • Möglichkeit der Last-Minute-Impfung besteht (Tag: 0, 7 für Schutz von 12 Monaten – Steigerung Schutz auf 10 Jahre durch Impfung nach 12 Monaten).
  • Positiver Nebeneffekt: Impfstoff hilf außerdem Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit ETEC Erreger, der in den meisten Fällen für den bekannten Reisedurchfall verantwortlich ist, um 20 – 30% zu reduzieren. Für eine Weltreise sicherlich nicht schlecht.

Wieviel kostet die Cholera-Impfung?

  • Grundimmunisierung:
    • Impfstoff: 47,00€ (Stand: November 2016)
    • Impfung: 10,72€ (Stand: November 2016)

Quellen: Auswärtiges AmtTropeninstitut.de

Diphtherie

Was ist Diphtherie eigentlich?

  • Bakterielle Infektion, die meist die oberen Atemwege betrifft und bei der das verantwortliche Bakterium ein Gift bildet, das Schleimhäute schädigt und Körperzellen zerstört. Diphtherie tritt hauptsächlich in den gemäßigten Klimazonen auf, dabei besonders im Herbst und Winter.
  • Bereits 2 bis 7 Tage nach der Infektion sind die ersten Beschwerden wie Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Fieber und Schwellung des Hals zu beobachten. Durch das vom Bakterium abgegebene Toxin kommt es mit der Zeit auch zur Schädigung von Herz und anderen Organen, das bis zum Tod führen kann. Zwar ist eine Behandlung mit Antibiotika möglich, jedoch kommt diese häufig zu spät. Trotz intensiver medizinischer Betreuung sterben 5 – 10% der Erkrankten.

Wie steckst Du Dich mit Diphtherie an?

  • Eine Diphtherie-Infektion erfolgt in Form einer Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch, sprich durch Husten und Niesen.

Wie läuft die Diphtherie-Impfung ab?

  • Schutz: 10 Jahre
  • Impfstoff: Totimpfstoff, der in der Regel sehr gut vertragen wird.
  • Grundimmunisierung besteht aus 4 Impfungen und wird in der Regel im Kindesalter durchgeführt. Im Alter 5 -6 Jahren und 9 -17 Jahren folgen zwei Auffrischungen. Danach reicht eine Auffrischung alle 10 Jahre aus. Sollte die Grundimmunisierung im Kindesalter nicht durchgeführt werden, kann diese auch im Erwachsenenalter durch 3 Impfungen nachgeholt werden.
  • Anzahl Impfungen:
    1. Impfung: –
    2. Impfung: 4 – 8 Wochen nach der 1. Impfung
    3. Impfung: 12 Monate nach der 1. Impfung
  • Wird meist in Kombination mit Tetanus-, Pertussis- (Keuchhusten) und Polio- (Kinderlähmung) Impfstoff geimpft.

Wieviel kostet die Diphtherie-Impfung

  • Auffrischung:
    • Impfstoff: 30,00€ (Stand: Mai 2014)
    • Impfung: 6,67€ (Stand: Mai 2014)
  • Anmerkung: Wird zusammen mit dem Wirkstoff gegen Tetanus, Polio und Pertussis geimpft.

Quellen: Impfen-info.deNetDoktorTropeninstitut.de

Gelbfieber

Was ist Gelbfieber eigentlich?

  • Virale Infektionskrankheit, die zu mehreren Fieberschüben führt und vor allem im äquatorialen Afrika, sowie Mittel- und Südamerika vorkommt.
  • Innerhalb von 3 – 6 Tagen vermehrt sich das Virus rasant im Körper und führt zu starkem Fieber, verlangsamtem Puls und Bindehautentzündungen. Nach einer kurzen Phase der Erholung kann es zu einem weiteren Fieberschub kommen, der begleitet sein kann von Leber- und Nierenversagen, wodurch der Organismus vergiftet wird. Bei 15% der Erkrankten tritt ein derart schwerer Krankheitsverlauf auf, der bei jedem zweiten Erkrankten tödlich Eine medikamentöse Behandlung von Gelbfieber gibt es nicht.

Wie steckst Du Dich mit Gelbfieber an?

  • Das Gelbfiebervirus kann durch Stechmücken vom Affen zum Menschen oder direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden.

Wie ist das mit der Gelbfieber-Impfung?

  • Schutz: lebenslang
  • Impfstoff: Lebendimpfstoff
  • Anzahl Impfungen: 1 Impfung
  • Impfung darf nur von zugelassenen Ärzten Institutionen durchgeführt werden.
  • Grippeähnliche Nebenwirkungen sind möglich, in der Regel ist der Impfstoff jedoch gut verträglich.

Wieviel kostet die Gelbfieber-Impfung?

  • Grundimmunisierung:
    • Impfstoff: 31,00€ (Stand: November 2016)
    • Impfung: 10,72€ (Stand: November 2016)

Quellen: NetDoktorTropeninstitut.de

Hepatitis A

Was ist Hepatitis A eigentlich?

  • Besonders in den Tropen verbreitete Virusinfektion der Leber.
  • Hepatitis A verläuft bei Kindern meist unbemerkt, bei Erwachsenen können jedoch 2 bis 6 Wochen nach der Infektion Beschwerden wie Kreislaufprobleme, Schwäche, Übelkeit und Durchfall auftreten, gefolgt von Gelbsucht. Die Krankheit hinterlässt einen lebenslangen Schutz. Todesfälle sind extrem selten (1 – 2%).

Wie steckst Du Dich mit Hepatitis A an?

  • Viren werden über den Darm ausgeschieden und dann von Mensch zu Mensch übertragen (Berührung – deshalb oft in Toiletten), über Nahrung (z.B. Muscheln, Meerestiere), infiziertes Wasser (u.a. Eiswürfel) oder nichtgekochte Speisen.
  • Schlechte hygienische Bedingungen und mangelhafte Trinkwasserkontrolle fördern Verbreitung.

Wie läuft die Hepatitis-A-Impfung ab?

  • Schutz: 10 Jahre
  • Impfstoff: Totimpfstoff, der in der Regel sehr gut vertragen wird.
  • Anzahl Impfungen:
    1. Impfung: 95%iger Schutz nach 2 Wochen
    2. Impfung: 6 – 12 Monate nach 1. Impfung
  • Wird meist in Kombination mit Hepatitis-B-Impfstoff geimpft.
  • Möglichkeit der Last-Minute-Impfung besteht, da 1. Impfung bereits 95%igen Schutz bietet.

Wieviel kostet die Hepatitis-A-Impfung?

  • Grundimmunisierung:
    • Impfstoff: 141,00€ (Stand: Mai 2014)
    • Impfung: 20,01€ (Stand: Mai 2014)
  • Anmerkung: Wird zusammen mit dem Wirkstoff gegen Hepatitis B geimpft.

Quellen: Auswärtiges AmtTropeninstitut.de

Hepatitis B

Was ist Hepatitis B eigentlich?

  • Besonders in den Tropen verbreitete Virusinfektion der Leber.
  • Hepatitis B verläuft im Gegensatz zu Hepatitis A meist deutlich schwerer, manchmal sogar sehr schwer: Neben Gelbsucht und Beschwerden wie Kreislaufprobleme, Schwäche, Fieber, Übelkeit und Durchfall kann es zu Leberversagen und Multiorganversagen Eine medikamentöse Therapie ist meist schwierig. Todesfälle sind trotzdem selten (1 %). Die Krankheit hinterlässt einen lebenslangen Schutz. Bei jedem 10ten Erkrankten führt sie jedoch zu chronischen Leberentzündungen, die u.a. zu Leberkrebs führen können.

Wie steckst Du Dich mit Hepatitis B an?

  • Viren werden hauptsächlich über Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen, weshalb die häufigste Übertragung durch Geschlechtsverkehr, aber auch durch Spritzen und Kanülen, Bluttransfusionen und Tätowierungen erfolgt.

Wie läuft die Hepatitis-B-Impfung ab?

  • Schutz: 10 Jahre
  • Impfstoff: Totimpfstoff, der in der Regel sehr gut vertragen wird.
  • Anzahl Impfungen:
    1. Impfung: –
    2. Impfung: 4 – 6 Wochen nach 1. Impfung – Schutz beginnt 2 Wochen nach 2. Impfung
    3. Impfung: 6 Monate nach 1. Impfung
  • Wird meist in Kombination mit Hepatitis-A-Impfstoff geimpft.
  • Möglichkeit der Last-Minute-Impfung besteht (Tag: 0, 7, 21 – Steigerung Schutz nach 12 Monaten).

Wieviel kostet die Hepatitis-B-Impfung?

  • Grundimmunisierung:
    • Impfstoff: 141,00€ (Stand: Mai 2014)
    • Impfung: 20,01€ (Stand: Mai 2014)
  • Anmerkung: Wird zusammen mit dem Wirkstoff gegen Hepatitis A geimpft.

Quellen: Auswärtiges AmtTropeninstitut.de

Japanische Enzephalitis

Was ist Japanische Enzephalitis eigentlich?

  • Virusentzündung des Gehirns, die vor allem in Süd- und Ostasien
  • Nicht jede Infektion mit dem Japanische Enzephalitis Virus führt zwingend zu einer erkennbaren Erkrankung, laut Statistiken führt nur jede 100. Infektion zu einer Enzephalitis, die dann aber meist schwer verläuft, indem es zu Hirnhautentzündungen, Krampfanfällen und Bewusstseinstrübungen kommt. Todesfälle (20 – 30%) und bleibende Hirnschäden (40 %) sind nicht selten.

Wie steckst Du Dich mit Japanischer Enzephalitis an?

  • Japanische Enzephalitis wir hauptsächlich von dämmerungs- und nachtaktiven Stechmücken übertragen, die häufig in Reisanbaugebieten oder an Großstadträndern vorkommen.

Wie läuft die Japanische-Enzephalitis-Impfung ab?

  • Schutz: 12 Monate; nach Auffrischungsimpfung 10 Jahre
  • Impfstoff: Totimpfstoff, der in der Regel sehr gut vertragen wird.
  • Anzahl Impfungen:
    1. Impfung: –
    2. Impfung: 4 Wochen nach 1. Impfung
    3. Impfung: 12 Monate nach 1. Impfung – Impfschutz hält dann 10 Jahre
  • Möglichkeit der Last-Minute-Impfung besteht (Tag: 0, 7 für Schutz von 12 Monaten – Steigerung Schutz auf 10 Jahre durch 3. Impfung nach 12 Monaten).

Wieviel kostet die Japanische-Enzephalitis-Impfung?

  • Grundimmunisierung:
    • Impfstoff: 180,00€ (Stand: Mai 2014)
    • Impfung: 13,34€ (Stand: Mai 2014)
  • Auffrischung (für Schutz von 10 Jahren):
    • Impfstoff: 89,00€ (Stand: November 2016)
    • Impfung: 10,72€ (Stand: November 2016)

Quellen: Auswärtiges AmtDGKTropeninstitut.de

Meningokokken-Meningitis

Was ist Meningokokken-Meningitis eigentlich?

  • Weltweit auftretende bakterielle Infektion, die zu Hirnhautentzündungen führen kann.
  • Innerhalb von 2 bis 10 Tagen treten starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Fieber, Erbrechen, Nackensteifheit und Bewusstseinsstörungen, die bis zur Bewusstlosigkeit führen können, auf. In schweren Fällen können die Meningokokken mit dem Blut im Körper ausgeschwemmt werden, was Blutgerinnungsstörungen und daraufhin Einblutungen zur Folge hat. Bei einem schweren Verlauf führt die Erkrankung oftmals zum Tod. Generell beginnt die Erkrankung meist sehr plötzlich und kann schnell fortschreiten. Eine Behandlung mit Antibiotika ist möglich.

Wie steckst Du Dich mit Meningokokken-Meningitis an?

  • Meningokokken werden generell von Mensch zu Mensch übertragen. Hierbei ist eine Übertragung sowohl in Form einer Tröpfcheninfektion durch Husten und Niesen oder in Form einer Schmierinfektion durch z.B. Berühren von Nasenschleim möglich.

Wie läuft die Meningokokken-Meningitis-Impfung ab?

  • Schutz: mindestens 1 Jahr, wahrscheinlich ≥ 4 Jahre
  • Impfstoff: Totimpfstoff, der in der Regel sehr gut vertragen wird.
  • Anzahl Impfungen:
    1. Impfung: –
    2. Impfung: ≥ 4 Wochen nach 1. Impfung – Schutz beginnt innerhalb eines Monats

Wieviel kostet die Meningokokken-Meningitis-Impfung?

  • Grundimmunisierung:
    • Impfstoff: 37,00€ (Stand: Mai 2014)
    • Impfung: 21,44€ (Stand: Mai 2014)
  • Auffrischung:
    • Impfstoff: 47,00€ (Stand: November 2016)
    • Impfung: 10,72€ (Stand: November 2016)

Quellen: Infektionsschutz.deTropeninstitut.deZentrum für Reisemedizin

Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Was ist Polio eigentlich?

  • Virale Infektionskrankheit, die zu bleibenden Lähmungen führen kann und hauptsächlich im Mittleren Osten und einigen Ländern Afrikas
  • Kurz nach der Infektion treten grippeähnliche Beschwerden auf, bevor die Viren dann Gehirn und Rückenmark befallen, was innerhalb von 1 bis 2 Tagen zu Lähmungen führen kann. Je nach Schwere der Erkrankungen können die Lähmungen unterschiedlich ausgeprägt sein und sich je nach Krankheitsverlauf wieder zurückbilden oder dauerhaft bleiben. Bei über 95% der Infizierten sind jedoch keine Symptome beobachtbar.

Wie steckst Du Dich mit Polio an?

  • Der Poliovirus wird durch Tröpfcheninfektion oder über den Stuhl einer infizierten Person übertragen. Eine Übertragung kann dabei auch durch kontaminierte Nahrungsmittel oder Trinkwasser erfolgen.

Wie ist das mit der Polio-Impfung?

  • Schutz: 10 Jahre
  • Impfstoff: Totimpfstoff, der in der Regel sehr gut vertragen wird.
  • Grundimmunisierung besteht aus 3 Impfungen und wird in der Regel im Kindesalter durchgeführt. Sollte die Grundimmunisierung im Kindesalter nicht durchgeführt werden, kann diese auch im Erwachsenenalter durch 3 Impfungen nachgeholt werden.
    1. Impfung: –
    2. Impfung: 1 Monat nach der 1. Impfung
    3. Impfung: 2 Monate nach der 1. Impfung
  • Wird meist in Kombination mit Tetanus-, Pertussis- (Keuchhusten) und Polio- (Kinderlähmung) Impfstoff geimpft.

Wieviel kostet die Polio-Impfung?

  • Auffrischung:
    • Impfstoff: 30,00€ (Stand: Mai 2014)
    • Impfung: 6,67€ (Stand: Mai 2014)
  • Anmerkung: Wird zusammen mit dem Wirkstoff gegen Diphtherie, Tetanus und Pertussis geimpft.

Quellen: Fit for travelNetDoktorTropeninstitut.de

Tetanus (Wundstarrkrampf)

Was ist Tetanus eigentlich?

  • Bakterielle Infektion, bei der die Erreger über eine Wunde in den Körper gelangen. Das Gift der Bakterien schädigt das Nervensystem, das zu Muskelkrämpfen und letztendlich zum Tod führt. Tetanus kommt weltweit vor, endet aber besonders in Ländern mit schlechter medizinischer Versorgung oft tödlich.
  • 3 Tage bis 3 Wochen nach der Infektion treten erste Beschwerden wie Kribbeln und Taubheitsgefühl im Bereich der Wunde, Abgeschlagenheit, Unruhe und Kopfschmerzen auf. Hinzu kommen Krämpfe des Kehlkopfs und der Brustmuskulatur, die zum Erstickungstod führen können. Trotz intensiver medizinischer Betreuung sterben 10 – 20% der Erkrankten.

Wie steckst Du Dich mit Tetanus an?

  • Eine Tetanus-Infektion erfolgt durch Wunden, über welche die Erreger in den menschlichen Körper eindringen können. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Wie läuft die Tetanus-Impfung ab?

  • Schutz: 10 Jahre
  • Impfstoff: Totimpfstoff, der in der Regel sehr gut vertragen wird.
  • Grundimmunisierung besteht aus 3 Impfungen und wird in der Regel im Kindesalter durchgeführt. Sollte die Grundimmunisierung im Kindesalter nicht durchgeführt werden, kann diese auch im Erwachsenenalter durch 3 Impfungen nachgeholt werden.
    1. Impfung:
    2. Impfung: 4 – 8 Wochen nach der 1. Impfung – Schutz beginnt 2 Wochen nach 1. Impfung
    3. Impfung: 6 – 12 Monate nach der 1. Impfung
  • Wird meist in Kombination mit Tetanus-, Pertussis- (Keuchhusten) und Polio- (Kinderlähmung) Impfstoff geimpft.

Wieviel kostet die Tetanus-Impfung?

  • Auffrischung:
    • Impfstoff: 30,00€ (Stand: Mai 2014)
    • Impfung: 6,67€ (Stand: Mai 2014)
  • Anmerkung: Wird zusammen mit dem Wirkstoff gegen Diphtherie, Polio und Pertussis geimpft.

Quellen: Impfen-info.deTropeninstitut.de

Tollwut

Was ist Tollwut eigentlich?

  • Weltweit auftretende Viruserkrankung, die über den Speichel von infizierten Tieren übertragen wird und zum Tod führt.
  • Die Krankheit bricht meist innerhalb von 3 bis 8 Wochen nach der Infektion aus. Das Virus breitet sich dabei entlang der Nervenbahnen Richtung Gehirn aus. Während zu Beginn nur leichte Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Fieber zu beobachten sind, kommt es im Verlauf der Krankheit zu Krämpfen, absoluter Scheu vor Wasser und dem Aufbau von Aggression und Depression. Zudem treten Lähmungen auf. Meistens stirbt der Erkrankte durch Atemlähmungen. Eine Behandlung von Tollwut ist nicht möglich.

Wie steckst Du Dich mit Tollwut an?

  • Das Tollwut-Virus wird durch den Speichel von infizierten Säugetieren wie z.B. Hunden, Affen, Füchsen und Fledermäusen übertragen. Neben einem Biss reicht es auch aus, wenn der Speichel mit verletzter Haut oder mit Augen-, Nasen-, und Mundschleimhäuten in Berührung kommt (z.B., wenn Hund Hand ableckt).

Wie läuft die Tollwut-Impfung ab?

  • Schutz: 2 – 5 Jahre; trotzdem Impfung nach Tollwutkontakt nötig!!
  • Impfstoff: Totimpfstoff, der in der Regel sehr gut vertragen wird.
  • Anzahl Impfungen:
    1. Impfung: –
    2. Impfung: 7 Tage nach 1. Impfung
    3. Impfung: 21 Tage nach 1. Impfung
  • Möglichkeit der Last-Minute-Impfung besteht (Tag: 0, 3, 7).
  • Beim Verdacht auf Tollwut (Biss etc.) muss besonders bei nicht geimpften Personen sofort (!!) ein Krankenhaus aufgesucht werden. Dort muss trotz vorheriger Impfung noch einmal nachgeimpft werden. Bei vorher ungeimpften Personen besteht die Immunisierung aus 5 aktiven Impfungen und ggf. einer passiven Impfung, wohingegen vorher geimpfte Personen nur zwei aktive Impfungen benötigen.

Wieviel kostet die Tollwut-Impfung?

  • Grundimmunisierung:
    • Impfstoff: 150,00€ (Stand: Mai 2014)
    • Impfung: 49,55€ (Stand: Mai 2014)
  • Auffrischung:
    • Impfstoff: 57,00€ (Stand: November 2016)
    • Impfung: 10,72€ (Stand: November 2016)

Quellen: Auswärtiges AmtNetDoktorTropeninstitut.de

Typhus

Was ist Typhus eigentlich?

  • Bakterielle Infektionskrankheit, die hauptsächlich in Ländern in Afrika, Südamerika und Südostasien mit niedrigen Hygienestandards
  • Innerhalb von 2 bis 22 Tagen nach der Infektion sind erste Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen beobachtbar. Im Verlauf der Erkrankung kommen starkes Fieber und Verstopfung hinzu, wobei sich Kopf- und Gliederschmerzen verstärken. Außerdem können Hautausschläge auftreten. Unbehandelt führt Typhus zu anhaltendem Fieber und in manchen Fällen zu Darmblutungen, Darmdurchbruch und Blutgerinnselbildung, in schweren Fällen sogar zum Tod. Erkrankte werden mit Antibiotika behandelt.

Wie steckst Du Dich mit Typhus an?

  • Typhusbakterien werden von Mensch zu Mensch in Form einer sogenannte Schmierinfektion übertragen. Dabei werden die Bakterien über den Stuhl einer infizierten Person oder einer gesunden, da bereits immunen Person, übertragen. Eine Übertragung kann dabei auch durch kontaminierte Nahrungsmittel oder Trinkwasser erfolgen.

Wie läuft die Typhus-Impfung ab?

  • Schutz: 2 – 3 Jahre; Wirksamkeit: 70%
  • Impfstoff:
    • Schluckimpfung: Totimpfstoff, der in der Regel sehr gut vertragen wird.
    • Injektion: Lebensimpfstoff
  • Anzahl Impfungen:
    • Schluckimpfung: 1 Impfung
    • Injektion:
      1. Impfung: –
      2. Impfung: 5 Tage nach der 1. Impfung
  • Um die Wirksamkeit des Impfstoffs zu erhöhen, wird bei Auffrischungen empfohlen zwischen Schluck- und Injektionsimpfung abzuwechseln.

Wieviel kostet die Typhus-Impfung?

  • Grundimmunisierung (Schluckimpfung):
    • Impfstoff: 19,00€ (Stand: Mai 2014)
    • Impfung: 10,44€ (Stand: Mai 2014)
  • Auffrischung (Injektion):
    • Impfstoff: 18,00€ (Stand: November 2016)
    • Impfung: 6,70€ (Stand: November 2016)

Quellen: Apotheken UmschauAuswärtiges AmtTropeninstitut.de

Gibt es Krankheiten, gegen die ich mich nicht impfen lassen kann?

Während deiner Weltreise bist du mitunter jedoch auch Krankheiten ausgesetzt, gegen die es im Moment noch keine wirksamen Schutzimpfungen gibt. Aber keine Panik, dein (Tropen)Arzt wird bei deinem Impfgespräch mit Dir auch über diese Krankheiten sprechen und dir aufzeigen, wie du damit während deiner Weltreise umgehen musst.

Im Folgenden wollen wir dir einen Überblick über diese Krankheiten geben und Dir vorab zeigen, was Du tun kannst, um das Infektionsrisiko zu verringern.

Dengue – Fieber

Was ist Dengue-Fieber eigentlich?

  • In Asien, Lateinamerika und Afrika weit verbreitete Virusinfektion. Jährlich erkranken bis zu 50 Millionen Menschen Insgesamt gibt es 4 verschieden Subtypen des Dengue-Fiebers.
  • Es gibt zwei mögliche Verlaufsformen von Dengue-Fieber:
    • Verlaufsform 1: Klassisches Dengue Fieber
      • 3 bis 10 Tage nach dem Stich der Mücke treten erste Beschwerden wie Fieber, Hautausschlag, starke Kopf-, Knochen- und Gliederschmerzen Auch masernähnliche Hautausschläge sind möglich.
      • Diese Beschwerden klingen nach 5 bis 7 Tagen langsam ab und das Dengue Fieber heilt schließlich folgenlos aus und hinterlässt einen lebenslangen Schutz gegen den entsprechenden Dengue-Fieber-Subtyp. Man kann Dengue-Fieber also maximal 4-mal im Leben haben.
      • Tödliche Ausgänge dieser Verlaufsform sind sehr selten.
    • Verlaufsform 2: Dengue Hämorrhagisches Fieber (DHF) und Dengue-Schock-Syndrom (DSS)
      • Diese Verlaufsform tritt selten bei erstmaliger Infektion mit dem Dengue-Fieber auf. Stattdessen wird es häufig bei Menschen beobachtet, die in der Vergangenheit bereits an anderen Dengue-Fieber-Subtypen erkrankt waren.
      • Auch hier kommt es 3 bis 10 Tage nach dem Mückenstich zu den klassischen Beschwerden wie Fieber, Hautausschlag, starke Kopf-, Knochen- und Gliederschmerzen.
      • Jedoch kommt es 5 bis 7 Tage später nicht zu der erhofften Besserung, sondern zu einer dramatischen Verschlechterung der Beschwerden, wobei dann auch Unruhe, Angst, kalter Schweiß und Herzrasen hinzukommen können. Durch eine fehlgesteuerte Immunreaktion liefern die Antikörper, die sich aufgrund früherer Dengue-Fieber-Erkrankungen gebildet haben, keinen Schutz, sondern erleichtern die Ausbreitung des Virus, was dann zu Blutungsneigungen und Durchlässigkeit der Blutgefäße führt, sodass Blut in Gewebe und Körperhöhlen eindringen kann. Daraufhin fällt der Blutdruck, und Lunge, Leber, Nieren, Darm, Herz und Gehirn werden schlechter durchblutet, was unbehandelt oftmals tödlich Bei intensiver medizinischer Behandlung überleben jedoch 99% der Erkrankten.

Wie steckst Du Dich mit Dengue-Fieber an?

  • Dengue-Fieber wird von tagaktiven Stechmücken der Gattung Aedes übertragen, die oft in Städten leben und dort zu Epidemien führen können.
  • Eine Mensch-zu-Mensch Übertragung ist übrigens nicht möglich.

Wie kannst Du Dich vor Dengue-Fieber schützen?

  • Bisher kein Impfstoff vorhanden.
  • Aus diesem Grund sollte man sich so gut es geht vor Stichen (vor allem auch tagsüber) schützen, indem man lange Kleidung trägt und Mückenschutzmittel auf unbedeckte Körperpartien aufträgt. Um sich effektiv zu schützen, sollte man zusätzlich auch die Bekleidung regelmäßig mit eigens dafür hergestellten Mückenschutzmitteln imprägnieren.

Quellen: Auswärtiges AmtZentrum für Reisemedizin

Hepatitis C

Was ist Hepatitis C eigentlich?

  • Weltweit, aber regional unterschiedlich verbreitete Virusinfektion der Leber.
  • 2 – 20 Wochen nach der Ansteckung folgen Grippen ähnliche Symptome, weshalb Hepatitis C oft nicht erkannt wird. Ein Viertel der Erkrankten entwickelt im Verlauf eine akute Leberentzündung, die in den meisten Fällen milde verläuft. In 85% der Fälle dauert die Erkrankung aber sehr lange an, sodass die Erreger über Jahrzehnte im Körper verweilen können, was zu chronischer Mattigkeit, Bauchbeschwerden und Gelenk- und Nierenentzündungen führen kann. 20 – 35% dieser chronisch Erkrankten entwickeln Leberzirrhose, bei der die Architektur der Leber zerstört wird, indem Lebergewebe durch Bindegewebe ersetzt wird, was die Funktion der Leber stark einschränkt.

Wie steckst Du Dich mit Hepatitis C an?

  • Viren werden hauptsächlich über Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen, weshalb die häufigste Übertragung durch Geschlechtsverkehr, aber auch durch Spritzen und Kanülen, Bluttransfusionen und Tätowierungen erfolgt.

Wie kannst Du Dich vor Hepatitis C schützen?

  • Bisher kein Impfstoff vorhanden.
  • Vermeidung von Blut-zu-Blut Kontakt mit Infizierten
  • Medizinische Eingriffe und Tätowierungen nur unter einwandfreien hygienischen Bedingungen
  • Geschlechtsverkehr nur mit Kondom

Quellen: Auswärtiges Amt

Malaria

Was ist Malaria eigentlich?

  • Vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten verbreitete, lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Pro Jahr sterben 660.000 Menschen an den Folgen von Malaria (2013).
  • Erste Beschwerden wie Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Erbrechen und Durchfall können nach 6 Tagen bis einigen Monate auftreten. Zwei Drittel der Malaria-Infektionen haben einen schweren Verlauf und können zu Nieren- und anderem Organversagen, Kreislaufkollaps und Koma führen. Unbehandelt führt eine schwere Malaria bei jedem 5. Erkrankten zum Tod. Wenn Malaria rechtzeitig erkannt wird, ist sie medikamentös heilbar.

Wie steckst Du Dich mit Malaria an?

  • Malaria wird von Anopheles Stechmücken übertragen, die hauptsächlich nachtaktiv Aus diesem Grund treten die meisten Malariainfektionen von 22:00 Uhr bis 2:00 Uhr Ortszeit auf.

Wie kannst Du Dich vor Malaria schützen?

  • Bisher kein Impfstoff vorhanden.
  • Expositionsprophylaxe:
    • So gut es geht vor Stichen schützen. Hierbei helfen Moskitonetze am Bett, Repellents für Haut und Kleidung und das Schlafen in klimatisierten Räumen.
  • Medikamentöse Prophylaxe:
    • Gebiete mit geringem Infektionsrisiko
      • Empfehlung WHO: Einnahme von Malariamedikamenten, sobald Erkrankung eingetreten ist
    • Gebiete mit hohem Infektionsrisiko
      • Empfehlung WHO: Malariamedikamente werden bereits eine Woche vor Einreise bis eine Woche nach Abreise
    • Da Malariatabletten in Deutschland verschreibungspflichtig (und teuer!) sind, sollte die medikamentöse Malariaprophylaxe mit einem erfahrenen Arzt abgeklärt werden. Dabei müssen vor allem auch die möglichen (starken) Nebenwirkungen berücksichtigt werden.

Quellen: Auswärtiges Amt

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Hinweis:

An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass wir selbst keine Mediziner sind und diesen Artikel auf Basis von eigenem Wissen und intensiver Recherche unter Nutzung der angegebenen Quellen geschrieben haben. Aus diesem Grund können wir leider nicht garantieren, dass dieser Artikel medizinisch einwandfrei ist. Ein intensives Impfberatungsgespräch mit einem (Tropen)Mediziner ersetzt dieser Artikel deshalb nicht.

Sollten Dir Fehler oder Ungereimtheiten auffallen, würden wir uns deshalb sehr freuen, wenn Du uns entweder über das Kontaktformular oder einfach unten in den Kommentaren Bescheid geben könntest. – Wir und alle anderen hier danken dir das.

Quelle für gesamten Artikel: Auswärtiges Amt

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